Snowy Mountain - I'm the first










Es ist eigentlich voellig unnormal auf das, was wir uns in den Snowy Mountains (SM) eingelassen haben, aber man wird hier halt mit voellig anderen Dingen konfrontiert & erlebt halt dadurch ganz andere Sachen als in Deutschland, da kann es schon mal passieren das man freiwillig ider unfreiwillig testet, wo die eigenen Grenzen liegen!
Nachdem wir Canberra noerdlich ueber den Monaro Highway verlassen haben, sind wir ueber einige Umwege in die SM angekommen. Da wir die SM ganz vom Anfang kennen lernen wollten, haben wir uns dazu entschlossen, diese von der Nordseite aus, zu erkunden. Dies bedeutet aber auch mit dem Auto kleine Strassen zu passieren. Eins haben wir spaeter feststellen muessen, das diese kleinen Strassen einfach nur befestigte Feldwege sind, die Distancen auf der Karte so kurz erscheinen, in Wirklichkeit aber riesiengross sind. Das Problem ist dabei, das man auf diesen max. 40 km/h fahren kann - wie man sich vorstellen kann, ganz schoen zeitraubend und anstrengend! Wiederum haben wir dadurch das Leben auf dem Land beobachten und einsame & verlassene Gegenden kennen lernen koennen.
Vorab muss ich mal hier kundt tun, dass ich nie gedacht haette, dass Australiens Bergwelt , die Great Diving Range so abwechslungsreich sein kann. Angefangen von Eukalyptuswaeldern, sanften Huegellandschaften, Bergseen, kahlen Hochebenen…
Bei Einbruch der Daemmerung sind wir dann im Kerngebiet der SM, nach einer sehr langen und anstrengenden Autofahrt angekommen. Die Freude auf eine warme Dusche und ein weiches Bettchen war schon riesengross, aber das dicke Ende sollte noch kommen. In Thredbo mussten wir erstmal ganz schoen schlucken, was wir fuer ein Zimmer im YHA Hostel bezahlen sollten-ist von den Preisen her, dass St. Moritz der SM. Unter uns gesagt einfach nur purer Wucher! Ich konnte mir nicht verkneifen nachzufragen, warum das bed per night so teuer ist, zudem die Schneeverhaeltnisse miserabel sind, das Hostel nur 20 % ausgebucht… Antwort:”Ist halt noch Season und sie kann auch nichts fuer die Preise, die sind halt so hoch” eh, so stupid!
Nun sollte es sich aber bezahlt machen, dass ich meinen Wagen von Backpackern gekauft habe, dies ermoeglichte uns naehmlich die Option in den Bergen zu campen! Gedacht, gesagt, getan, Aufbau des Zeltes im dunkeln abseits der Strasse, schnell noch was essen und ab in den warmen Schlafsack. Leider haben wir aber auch nicht gewusst, dass wir unser Zelt genau in der Windschneisse des Tales aufbauten. Es sollte daher eine sehr unruhige & turbulente Nacht werden. Wie man sich gut vorstellen kann, sind die Voraussetzungen bei 0 Grad & Sturm nicht die optimalsten eine ruhige und angenehme Nacht im Zelt zu verbringen! Nachts sind wir dann in regelmaessigen kurzen Abstaenden aufgewacht, da der Wind so stark war, welches in uns ein Gefuehl weckte, das das Zelt mit uns vom Boden gerissen wird oder ueber mit uns zusammenkrachen wuerde – man sowas hab ich noch nieeeeeeee erlebt!
Zum Glueck war die Nacht dann auch irgendwann mal vorbei und die Belohnung fuers tapfere Durchhalten sollte nun uns Zuteil werden. Als ich mich aus meinen warmen Schlafsack rauspellte, den Reissverschluss des Zeltes oeffnet konnte ich kaum glauben, was ich da sah: Da grassten ca. 30 Kangeroos vor unseren Zelt, keine 2 m von uns entfernt und liessen sich aber, von sowas gar nicht stoeren, dass wir da aus unseren Zelt rauskrochen. Nun konnte ich aber auch noch sehen welch schoenen Platz wir fuer unsere Uebernachtung gefunden hatten. Ringsherum Berge, wo auf den Gipfeln noch Schnee lag, ein Baechlein das sich durchs Tal windet, Sonnenschein mit paar Woelkchen – kurz gesagt fantastic, heavenly.
Nach einer langen Weile des Genusses dieser fantastischen Flora&Fauna, einen sporatischen Fruhstueck - wiedermal Toast mit Kaese und Peperoni Salami, das gibts hier jeden Tag - sind wir mit den Lift zum Fuss des hoechsten Berg Australien, dem Mt. Kosciusko gefahren. An der oberen Liftstation angekommen, sollten wir wieder von unseren alten naechtlichen Begleitern Gevater Frost & Nordwind empfangen werden. Leider mussten wir feststellen, dass der Weg zum Dach Australiens unpassierbar ist. Ich wollte das natuerlich nicht ganz einsehen und habs trotzdem versucht - hab mich durch Schnee und Eis gekaempft, immer ab&zu den Weg erkennen koennen, aber nach 3 Kilometern Aufstieg, musste auch ich schliesslich einsehen, den hoechsten Berg Australien nie besteigen zu koennen! Eins, und da bin da bin ich mir ganz sicher ist, dass ein Deutscher – naehmlich ich - der Erste in der Hikeseaseon 2006/2007 war, der versucht hat, dass Dach Australiens, den Mt. Kosciusko zu besteigen!

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