Whitsunday Island

Die Whitsundays Island (zu deutsch Pfingstinseln) wurden das erste mal durch den berühmten Schiffahrer James Cook am Pfingstmontag des Jahres 1770 entdeckt. Seitdem ist diese Inselgruppe aus den Programmen der australischen Reiseunternehmer nicht mehr wegzudenken – logisch ist dann auch, dass diese zu den Top 10 für die meisten Backpacker in OZ gilt.
Ausgangsort für einen Segeltrip auf die „Whitsunday Island“ ist der von Touri überlaufene Ort Airlie Beach, welcher mit seinen Hostels und hunderten von Touranbietern, nachdem man im menschenleeren Outback gereist ist, einen überschüttet und schnell in die Realität zurück holt. Nachdem auch wir bei etlichen Reiseanbietern Preis/Leistungen abgecheckt & verglichen haben, hieß es für uns am Mittwoch Nachmittag „Leinen los“ auf dem einzigen klimatisierten Segelschiff der Whitsudays, mit dem viel versprechenden Namen Pegasus. Logischerweise war dieses Segelboot nicht so komfortabel, wie es im Prospekt des Veranstalter Tallarook angepriesen wurde. Vielmehr war es, wenn man’s richtig betrachtet, ein oller Kahn der 1972 gebaut und angeblich erst vor paar Jahren überholt wurde. Wir haben vergeblich, die nach den Spuren der Modernisierung gesucht, aber für 2 Tage / 2 Nächte sollte es schon gehen.
Leider stand der Anfang unserer Reise unter allem Anderen, als einen guten Stern! Nicht, das dass Schiff uns mit seiner Ausstattung ein wenig geschockt hatte, nein zudem war das Wetter für hiesige Bedingung ziemlich besch...en, so das wir gleich mal nach dem Auslaufen mit ’ner kräftigen Dusche von oben begrüßt wurden. Weiter wurde uns dann auf dem Boot mitgeteilt, dass es nicht genug Betten gab und wir mit der Crew unsere Nächte im Aufenthaltsraum verbringen müssten. Ihr könnt Euch bestimmt unsere Gesichter vorstellen und wie sehr wir den Anfang unserer Segelreise genossen haben!
Nachdem wir dann ca. 3 Stunden auf dem Meer einige Seemeilen hinter uns gebracht haben, nebenbei bemerkt alles unter Motorantrieb, zwischendurch wurde mal zu Pseudozwecken, um den Anschein des Segelns zu wahren, dass Vorsegel gehisst - wobei bemerkt das Boot über die gesamte Reise nur durch den Motor angetrieben wurde und die Segel nur zur Attrappe dienten - zu unseren nächtlichen Ankerplatz eingelaufen. Es gab dann Abendessen, welches besser war, als wir nach all dem schon bereits erlebten erwartet hatten, dann noch ’ne kleine Wildlife Delphin Show, welcher Fische wie wild hin&her jagte, die durch das Licht unseres Bootes angezogen wurden, paar VB Frustbier und dann ab ins Bett.
Nachdem wir die erste Nacht an Bord besser als gedacht hinter uns gebracht hatten und uns mit einigen Mitreisenden austauschten, konnten wir zum Glück feststellen das unsere Schlafstätte nicht die schlechteste war. Zum einen mussten wir uns nicht in eine stickige kleine Kammer zwängen und zum anderen war unser Raum klimatisiert. Nachteilig war nur, dass wir gezwungen waren frühmorgens mit der Crew aufzustehen, unseren ganzen Rassel aufzuräumen und unterm Esstisch zu verstauen.
Nach einen spärlichen Frühstück und ’ner halben Stunde Schifffahrt ging’s dann ab zum Schnorcheln in die Lunchen Bay. Leider wurde unser Schnorchelerlebnis durch immer wieder einsetzenden Regen stark getrübt. Prima, da biste auf einer der schönsten Inseln Australiens und dann schiffst den ganzen Tag nur!
Nachdem wir alle nach dem Schnorcheln wieder an Bord gebracht wurden, sollte es nach einer wirklich schaukligen Überfahrt über offenes Gewässer, bei dem ich stark mit einen „Throw Up“ kämpfen musste, zum Glück wettertechnisch ein bissl bergauf. Die Sonne luckte erst kurz und dann immer mehr & mehr aus den Wolken, sodass wir der „Whitsundays Island“ berühmtesten Strand den „Whitheaven Beach“ in seiner weißesten, denn weißesten Pracht bestaunen, erleben und begehen konnten. Dieser Strand hat einen solch weißen, feinen Strand wie ich ihn noch nie zuvor in meinen Leben gesehen hatte. Hier mussten einfach viele tolle Bilder gemacht werden! Was dabei raus gekommen ist, könnt ihr selbst beurteilen! (nebenbei bemerkt, wird von Australiens Getränkehersteller „Victorian Bitter“ überlegt, unser Foto zu Werbezwecken zu verwenden)
Nachdem wir ca. 2,5 Stunden an diesen unglaublich fantastischen Ort verbringen durften, ging es dann wieder zurück an Bord, ein wirklich leckeres Dinner wurde verdrückt und auf den Rückweg unter Begleitung von aber Millionen Sternen in Richtung Heimathafen geschippert – einfach herrlich dieser Sternenhimmel!!!
Am nächsten Morgen, sollte leider wieder, dass schlechte Wetter, Begleiter unserer letzten Aktivitäten auf den Whitsundays sein. Ein letztes Mal hieß es, Fertigmachen zum Landgang, einer Höhle mit Aboriginiezeichnung den Besuch abzustatten – unter uns gesagt, paar unbedeutende Krizelleien, welche so glaube ich in jüngerer Zeit mit Farbe nachgezogen wurden, aber für den Grossteil unserer Gruppe, welche nicht mehr als die Ostküste rauf bzw. runter fahren und der Schwerpunkt Ihres Australiensaufenhalt in Party machen besteht, ein großes Erlebnis – arme Engländer! Zurück wieder auf dem Schiff, wurden noch einige Sprungübungen ins türkisblaue Wasser absolviert - übrigens dieser schwarze Anzug ist ein Stingeranzug - der soll einen vorm gefährlichen Shellyfish schützen, eine kurze Berührung mit diesen, kann unter Umständen, 10 Minuten später zum Herzstillstand und somit zum Tote führen.
Danach gab’s wieder Essen und überpünktlich Freitagnachmittag 2 Uhr liefen wir in den Hafen von Airlie Beach ein.
Ach so, noch einige Worte zur Crew - diese bestand aus: Matt dem Skipper - dieser könnte leicht eine Rolle beim Fluch der Karibik innegehabt haben, Rachel seiner Freundin war die Köchin - unter uns gesagt die hatte die meiste Arbeit an Bord. Den Hilfsmatrosen, seinen Namen habe ich erst gar nicht verstanden - er wurde uns als Diveinstructor vorgestellt - aber so richtig Vertrauenserweckend kam er uns mit seinen allzeit glasigen Augen nicht, logisch das ich für Ihn sofort einen Spitznamen bereit hatte und Ihn auf „ The Kifferman“ getauft habe. Als nächstes ist unser Pausenclown Creg zu erwähnen, welcher als Hauptverantwortlicher Tauchlehrer und Mädchen für alles am Bord zuständig war und zu guter letzt seine Freundin Hanna, bei welcher wir noch immer Rätseln, welche Aufgabe sie übernahm, als nur die Freundin vom Pausenclown zu sein und gut auszusehen!
Mein Fazit also lautet: Gehe Segeln zwischen März und November, dann hast du zu 96 % kein Regen. Buche ein Tagesausflug mit einer Motoryacht - richtig segeln können die hier sowieso nicht! Wenn du unbedingt auf den „Whitsunday Island“ übernachten willst, gehe in ein Ressort zu Land oder gebe mehr als 500 $ für deinen Segeltrip aus, dann bekommst ’ne tolle Unterkunft und eine vertrauensvolle Crew an Bord.
Trotz all dem muss ich sagen, dass wir ’ne Menge Spaß und schöne Erlebnisse auf einer der schönsten Inselgruppen Australiens hatten, für welche letztendlich die Sonne am „Whitheaven Beach“ und die millionenfachen Sterne am Himmelszelt verantwortlich waren.

3 Comments:
Servus Thommel,
die Ignorantin is back with a message. Ohhhhhhhhh, wie toll alle Berichtet & Fotos sind. Übrigens: ich kann bestens verstehen, wie sehr es dich ank...., dass deine Kamera kaputt ist & werde deshalb jetzt nicht einen Pseudo-Aufmuntererspruch à la "kostet doch nicht Welt" loswerden;-))) Nein, ich fühle mit & spreche dir hiermit mein tiefstes Mitgefühl aus. (Da wir leier erst selbst ne neue Digicam gekauft, ist aber auch leider keine edle Spende meinerseits drin;-))) Hoffe, die Reparatur-Fuzzies bekommen sie wieder hin...
Wow, der Sand ist ja weiß!! Echt der Hammer. Ach schade, da hättet ihr ruhig mal ein kleines Fläschen für mich abfüllen können. Hätte gut zu unser Beach-House Deko im Schlafzimmer gepasst. Naja, aber kann ich schon verstehen: wer wochenlang ignorantenweise keine Nachricht im Blog hinterlässt, hat den feinsten & weißesten Sand vom feinsten & weißesten Sand auch nicht verdient...Da bin ich wohl selber schuld.
Soll dich übrigens schön von den Großthiemigern grüßen. Waren gestern dort & es gab wieder leeeeeeeeeeeeeckkker Schnabbel;-) Buckelkuchen hab ich mir natürlich gleich einpacken lassen & soeben erstmal genüsslich vorm Arbeitsbeginn verdrück. Ich mein, irgend eine Motivation braucht man ja schließlich, wenn wieder eine sooooooooo lange arbeitsame Woche vor einem liegt.
In diesem Sinne: genieß die freie Zeit in vollen Zügen, wir schuften hier schon genug!
Liebe Grüße, bis bald vom
Urselchen
Monday, January 22, 2007 9:13:00 am
Ach wehmütig schau ich zurück während ich hier in Singapore sitze. War schon echt toll mit euch. Will wieder zurück!!!!!!!
Halt die Ohren steif und immer schön nett zu Melli Propelli sein :-)
Der Mühli
Tuesday, January 23, 2007 3:13:00 pm
Es schneit, Es schneit,..es wurde höchste Zeit..... :)
Hey...na biste jetzte ganz traurig, weil de jetzte wieder voll alleine bist?? Keine heimatliche Unterstützung mehr?? :( Musste nicht! War doch bestimmt ne schöne Zeit!
Ich hoffe dir geht es gut?? Bei uns ist der Winter ausgebrochen, aber richtig! :) So mit ganz viel Schnee und so,..Grins!
Kann ich endlich rodeln gehn....feix! :)
Ganz liebe Grüße!
S.D.
Thursday, January 25, 2007 4:48:00 pm
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